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Lagebericht Nr. 19 (oder auch: Nachwuchs!)

Posted by on January 2, 2013

Am Montag hatten wir unseren letzten Tag in San Francisco. Wir sind wieder früh aufgestanden, haben gefrühstückt und dann bereits aus dem Hostel ausgecheckt. Mit dem Auto wollten wir die letzten Punkte auf unserer „Muss-man-mal-gesehen-haben“-Liste abarbeiten. Zunächst sind wir noch einmal zu unserem letzten Ziel des Vorabends, den Painted Ladies, gefahren und konnten endlich unsere heißersehnten Bilder bei Tageslicht und ohne Regen machen. Im Anschluss ging es zur Golden Gate Bridge. Auch hier haben wir in einem Pulk von anderen Touristen unsere Fotos mit dem wohl bekanntesten Fotomotiv in den USA gemacht. Nachdem wir mit der Golden Gate Bridge den letzten Punkt von unserer Liste abgeharkt hatten, sind wir über selbige gefahren und haben das wunderschöne aber kalte San Francisco hinter uns gelassen. Ich freue mich schon sehr im Sommer auf meinem Roadtrip noch einmal herzukommen und San Francisco auch bei gutem Wetter kennenzulernen.


Nun stand also die Rückfahrt an. Zum Glück hatten wir dieses Mal auf dem Pass besseres Wetter und kamen recht schnell voran. Direkt an der Grenze zu Oregon wurde das Wetter dann schlagartig schlecht: Dichter Nebel, dazu Schneeregen und Glätte. Und das in den Bergen… Ich habe das eine oder andere Stoßgebet losgeschickt als wir von halsbrecherischen Autofahrern überholt wurden oder der Nebel gar zu dicht wurde. Scheint geholfen zu haben, denn nach der neuen Rekordgeschwindigkeit von 9 Stunden waren wir wohlbehalten wieder bei Leons Gastfamilie in Portland angekommen. Dort hat es nur noch für ein schnelles Abendessen und eine Runde im Whirlpool gereicht und dann sind wir todmüde ins Bett gefallen.

Der Dienstag begann relativ spät, denn wir haben tatsächlich ausgeschlafen. Leider habe ich direkt nach dem Aufwachen eine schlechte Nachricht bekommen: Ich hatte eine Email von der Designfirma. Sie würden mich lieben und ich sei die perfekte Besetzung für den Job, aber leider suchen sie jemanden für langfristig, nicht nur für 6 Monate. Ganz toll.

Ich war natürlich entsprechend deprimiert und die beiden Jungs haben versucht mich aufzumuntern. Wir haben an diesem Tag Portland noch einmal bei Tageslicht angeguckt. Eine schöne Stadt, in der es aber nicht so richtige Touristenattraktionen gibt. Was man Portland lassen muss: dort gibt es jede Menge kleiner toller Bars und Cafés. So waren wir in einem Eiscafé, in dem es ganz verrückte Eissorten wie Karamell-Seesalz gibt (super lecker) und haben uns mutig an den interessanten Kombinationen versucht.

Zum Abendessen gab es dann bei Leons Gastfamilie meinen selbstgeschossenen Schinken. Der war wirklich unglaublich lecker muss ich sagen, auch wenn ich befürchte dass ich was das angeht aufgrund von Mutterstolz nicht ganz urteilsfähig bin. ; ) Nach dem Abendessen haben wir kurz auf Leons kleine Gastschwester aufgepasst und dann einige Folgen der „The Big Bang Theory“ geguckt, bis wir so müde waren, dass wir ins Bett gekippt sind.

Mittwochs sind wir wieder relativ früh aufgestanden. An diesem Tag stand Seattle auf dem Reiseplan. Von Seattle hatte ich nicht viel erwartet, bevor ich dort war kannte ich nur die Space Needle und ich dachte das wäre es an Sehenswürdigkeiten dort. Daher war ich angenehm überrascht als Leon uns den Pike Market zeigte, einen riesigen Wochenmarkt auf dem es laut singende und fischwerfende Seemänner, diverse Obststände und Schnick-Schnackläden gibt. Wundervoll! Nachdem wir den Trubel dort genossen haben, haben wir uns auf den Weg zum Wheel gemacht, einem Riesenrad im Hafen von Seattle von dem man einen guten Blick auf die Stadt haben soll. Hätte man bestimmt auch, wenn das Wetter gut ist. Wir hatten leider auch an diesem Tag kein Glück mit dem Wetter: Es war eisig kalt und hat die ganze Zeit geregnet. Nach dem Wheel (auf dem Leon nicht mit war, denn das hat er schon einmal gemacht und wollte nicht nochmal den Eintritt zahlen) haben David und ich dann Leon gesucht. Und ihn in einer Spielhalle gefunden. Die Spielhalle war riesengroß und so, wie man sie aus den Filmen kennt: Es gab unglaublich viele Spielautomaten für Kinder und junggebliebene Erwachsene und Leon hockte vor einem, an dem man Hubba-Bubba Kaugummirollen gewinnen konnte. Quarter um Quarter hatte er bereits in den Automaten gesteckt, aber nichts gewonnen. David versuchte sein Glück auch –und gewann!

Wofür wir Kaugummi gebraucht haben? Für das nächste Ziel unserer Erkundungstour.Die Gumwall. Mitten in einer kleinen Gasse, fernab von all den Touristenströmen gibt es eine Wand, die ist über und über mit Kaugummi beklebt. Widerwertig und doch beeindruckend. Natürlich haben auch wir uns dort verewigt und unser Kaugummi an die Wand gepappt.

Auf der Suche nach etwas zu Essen sind wir dann an dem allerersten Starbucks der Welt vorbeigekommen. Selbstverständlich mussten Leon und ich hier etwas bestellen um zu sehen, ob dieser Starbucks sich von den ganzen anderen geschmacksmäßig unterscheidet. Und tatsächlich: Ich hatte meinen leckersten White Chocolate Mocha den ich jemals getrunken habe dort. Abendbrot haben wir dann im Hardrock Café in Seattle gegessen und dort hatte ich mein erstes Steak hier in den Staaten.

Frisch gestärkt ging es zum letzten und wichtigsten Punkt unserer Seattle-Tour: wir haben die Space Needle erklommen. Auch hier hat Leon sich wieder anders beschäftigt und David und ich haben die Aussicht auf Seattle bei Nacht aus der Höhe allein genossen. Naja genossen. Bei dem Versuch draußen einige Fotos zu schießen (man kann auf der Space Needle einmal draußen auf einer Art Balkon herumlaufen) wurden wir fast weggeweht. Selten so einen Wind erlebt. Glücklich und geschafft haben wir uns dann auf die 3 Stundenfahrt zurück nach Portland gemacht. Dort war nicht mehr viel mit uns los und wir sind müde ins Bett geplumpst…

…und gleich wieder aufgestanden. Denn mein Flug nach Hause ging am Donnerstag bereits um 6 Uhr morgens, das hieß um 4 Uhr am Flughafen sein und das hieß wiederum um 3:30 Uhr aufstehen. Gähn! Todmüde habe ich die meiste Zeit meines Fluges geschlafen und bin, wie auch schon auf dem Hinflug, in Dallas umgestiegen. Keelee hat mich am Flughafen in Atlanta aufgegabelt und nach Haus gefahren, wo ich nach einem schnellen Bad gleich in die Federn gefallen bin, um eine tolle, anstrengende Reise mit wundervollen Erinnerungen reicher.

 Am Freitag habe ich erstmal ausgeschlafen. Joann hatte bereits um 10 Uhr Feierabend und kam dann nach Hause und fragte, ob ich ihr Gesellschaft leisten könnte auf dem Weg zu einem Geschäft. Also sind wir kurz auf Tour gewesen, haben die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft und als wir wieder zu Hause waren haben wir unser Haus weihnachtlich aufgeräumt. Schließlich haben wir über Weihnachten Gäste erwartet!


Abends bin ich zu Keelee gefahren, die hatte mich am Vortag gefragt, ob ich nicht mit ihr und 3 anderen Freunden in Atlanta feiern gehen möchte. Zu fünft sind wir also in die Stadt gefahren, haben diverse Bars besucht und hatten eine gute Zeit. Die beste Zeit hatten wir allerdings in einer Schwulenbar, in die Eric (ein Freund aus der Uni, schwul) uns gebracht hat. Dort haben einige Travestie-Künstler eine Show abgeliefert die wirklich spaß gemacht hat und am Anschluss haben wir alle getanzt und –ich weiß nicht warum- ungefähr 10 Schwule kamen an und wollten UNBEDINGT mit mir tanzen. Das war ein Spaß! : )

Der Samstag war ein nicht allzu spannender Tag. Ich hatte Schicht an der Pet Adoption und meine Kollegin sagte mir, ich solle definitiv am nächsten Tag noch einmal vorbeischauen, denn da seien kleine Welpen da. Als ich nach Haus gekommen bin waren Krista, Michael und Eric gerade angekommen und haben mein Zimmer in Beschlag genommen, da ich ein großes Bett habe. Ich habe die Zeit über Weihnachten angeboten im Gästezimmer zu schlafen, da das eher für eine Person geeignet ist.

Am Sonntag hatte ich meinen Orientierungstag bei A&F. Morgens um 8 Uhr sollte ich dort sein und außer das mir ein Video zu Diebstahl und Missbrauch von Mitarbeiterrabatt gezeigt wurde ist nicht viel passiert. Nach einer Stunde konnte ich schon wieder gehen, nachdem mir noch gesagt wurde, dass ich zu Beginn meiner Arbeitszeit erstmal 3 Outfits kaufen müsste, als Grundausstattung. Ganz klasse. Erstmal Geld ausgeben, bevor man welches verdient…

Wieder zu Haus kam Leslie vorbei und wir sind alle zusammen zum Kino gefahren, weil wir dort „The rise of the Guardians“ sehen wollten. Leider (oder zum Glück) war der Film schon ausverkauft, also haben wir Tickets für den Folgetag gekauft und überlegt was wir nun anstellen könnten. Ich erzählte von den Welpen an der Pet Adoption und da diese nur einen Katzensprung vom Kino entfernt ist, haben wir einen Abstecher dorthin gemacht. Wir kamen rein und dann war da ein Haufen von 6 knuffigen kleinen Welpen. Einer kam gleich auf mich zu und guckte mich neugierig aus seinem blauen und seinem braunen Auge an. Ich nahm sie auf den Arm und habe mich gleich verliebt. Joann hat das gesehen und auch einer meiner Kollegen von der Pet Adoption meinte gleich: „Na, da haben sich zwei gefunden“ Oh man. Ich konnte gar nicht aufhören sie zu knuddeln. Irgendwie ging es dann alles ganz schnell. Ich habe mit Joann gesprochen ob es möglich wäre, noch einen Hund ins Haus zu bringen. Sie war gleich dafür und sagte mir, dass ich mir da gar keine Sorgen machen bräuchte. Auch wenn ich reisen möchte würde sie auf die kleine Maus aufpassen sagte sie. Und die anderen Hunde würden sicherlich gut mit ihr klarkommen. Nachdem ich noch schnell gecheckt habe, wie es mit den Reisebestimmungen für Hunde aus den USA nach Deutschland aussieht und einige andere Bedenken mit Joann vor Ort und mit Jojo über Whatsapp geklärt habe stand es fest: Ich wollte sie mitnehmen. Und ich habe es getan. Ich habe einen kleinen Hund adoptiert. Ihr Name ist Cupid (wie der kleine Nackedei der Pfeile in Herzen schießt, weil sie das bei mir gemacht hat. Und wie eines von Santas Rentieren, weil sie auch mein kleines Weihnachtswunder ist.), sie ist am 16.11.2012 geboren und ein Terrier-Mops-Bordercollie-Mix. Und sie darf mich Mami nennen. : )

Natürlich war es spannend sie mit nach Haus zu bringen. Die anderen Hunde waren super aufgeregt, Finn hatte fast einen Herzinfarkt vor lauter Neugierde. Aber sie haben sie gleich aufgenommen in ihrem Rudel und es war so niedlich, als sie das erste Mal in ihrem Leben Gras berührt hat. Ihre Hundemami wurde schwanger ausgesetzt und die Babys beim Tierarzt geboren und dort nur im Käfig gehalten, sodass sie zuvor noch nie draußen war.

Jetzt beginnt natürlich die spannende und auch anstrengende Phase mit Housetrainig und Erziehung. Aber ich freue mich schon sehr darauf das alles mit ihr durchzumachen und ich bin schon jetzt unendlich stolz auf und verliebt in meine kleine Cupid.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2013! Dieses Jahr sehen wir uns wieder! ; )

Küsschen, eure Julia

4 Responses to Lagebericht Nr. 19 (oder auch: Nachwuchs!)

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