… dort wo niemand ihren Namen (k)nennt.

Eine unglaubliche Stadt, am 23.08. haben wir zum ersten Mal Chicago Downtown erkundet. Nach gemütlichen 40min Metrabahnfahrt aus meinem Vorort und 10 Blocks Fußmarsch haben wir den Millinium Park erreicht. Ein bisschen Desorientierung gepaart mit Sucherglück haben uns dann schließlich zur “Bean” geführt. Im Millenium Park finden regelmäßig umsonst Konzerte statt und wir haben die riesige Bühne auch ein Weilchen auf uns wirken lassen müssen. Der Navy Pier und Oak Beach standen dann auch noch auch noch auf unserem Programm. Achso ich sprech immer von “wir”, da ich mit dem Manu unterwegs war, der ebenfalls am gleichen Austauschprogramm teilnimmt und mit mir gemeinsam aufs William Rainey Harper College geht.

Ich freu mich so in dem Jahr diese Stadt zu erkunden und kennenzulernen. Ganz nach dem Motto “Chica go” hihi …. ja ich weiß, der war schlecht 😀

Fish Creek, Door County, Wisconsin

Und da war er auch schon, mein erster Urlaub mit meiner Hostfamily und es ging rauf in den Norden, ins kleine aber feine Fish Creek, an der Green Bay gelegen, aber vom Lake Michigan umzingelt. Ferienhäuschen und Pool dürften natürlich nicht fehlen. Nach Brauerei und Schnapsbrennereibesichtigung …hicks, war auch mal ein bisschen shoppen angesagt. Neben zahlreichen kleinen Läden und vielen Galerien gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern.

Premiere an dem Tag: Ich war zum ersten Mal im Autokino 😀 sehr kultig und kuschelig haben wir dann Batman geguckt und den Abend zu 5t in nem Toyota verbracht. Ne kleine Radtour und ca. 200 Feed höher auf nem kleinen Aussichtsturm, konnte man den Blick über die Halbinsel schweifen lassen und neben vielen Hügeln und Jetskifahrern auch den Lake Michigan sehen. Auf dem Weg zurück in unser Wochenendlakehaus musste ich auch mal in den Jacuzzi hüpfen, oh ja so ein Ding auf nem Dach in Berlin, wär schon ne Überlegung wert… alles in allem ein toller interessanter Trip mit vielen neuen Eindrücken.

18 Stunden später

Eigentlich wohne ich in Mount Prospect, das habe ich allerdings erst jetzt mal ein bisschen sehen können… Der Grund: meine tolle offene und aktive Gastfamily hat mich nach meiner 18 Stunden Schockfrostamtraktour abgeholt und gleich zu ihrem Ferienhaus nach Wisconsin gebracht. Echt ein super schönes Haus, mit Blick auf den Lake Michigan (in welchem ich dann auch gleich planschen war) Das Haus hat auch gleich nen ganz netten Jacuzzi neben der Terrasse. Die Zimmer’s sind Cindy und Dieter und meine Gastbrüder Cody und Chris. Dieter ist in Deutschland geboren, aber schon mit 1 Jahr mit seiner Familie in die USA ausgewandert und spricht auch kaum noch Deutsch. Ich bin das “Replacement” für Cody, der nächste Woche nach Arizona umzieht und dort auf die Uni geht. Wir sehen uns schon ein bisschen ähnlich und wenn wir unterwegs sind, halten uns viele für wirkliche Geschwister.

Am Sonntag hieß es dann Air and Water Show in Milwaukee, da wo viele Flugzeuge gleichzeitig viele Loopings machen und alle hoffen, dass sie nicht in die Menschenmassen stürzen und wo das amerikanische Militär auch mal alles der Zivilbevölkerung präsentieren kann, was so richtig laut ist und gefährlich aussieht: rundum son richtiges amerikanisches Event.

Sonntagnacht hab ich dann zum ersten Mal mein Chicagozuhause gesehen und es gab eine Welcome-Claudi und Say-Goodbye-to-Cody-Party.

Seit gestern bin ich offizieller Harper College Student mit registrierten und bestätigten Kursen (puh kleiner Akt) und schon sehr gespannt, wenn nächste Woche der offizielle Start ist. Bis dahin bin ich ab Morgen erstmal im Urlaub mit meiner Hostfamily und freu mich auf die schönen Tage.

Ach das wichtigste hab ich vergessen, ich habe nur Montag, Dienstag und Mittwoch College, oh das wird eine sehr schwierige Umstellung 🙂

Die ersten Tage in New York

Das Abenteuer beginnt… Die erste Tage waren so aufregend und unglaublich vollgepackt, mir kommt es bereits vor als hätte ich schon mehrere Wochen hier verbracht 🙂 nach dem Einchecken im John F. Kennedy Airport ging es mit dem Bus zum YMCA, einem übergroßen 8-stöckigen Hostel in New York Midtown East.

Nach dem Motto Rucksack rein, Zimmer voll, haben wir dieses auch schnell wieder verlassen und uns auf den Weg und die Stadt gemacht. Eins kann man schon jetzt sagen, die New Yorker mögen keine stehenden Menschenansammlungen (wir waren ne Gruppe von 75 Leuten!), alles muss immer in Bewegung sein und noch viel weniger werden sitzende Menschenansammlungen gemocht. Nach klassischer Touritour zum Times Square, an welchem übrigens jedes Gebäude zu 75% mit Werbung bedeckt sein muss, ging es rauf zum Top of the Rock auf das Dach des Rockefeller Centers um sich erstmal einen Überblick über die Stadt zu verschaffen und es war einfach nur unglaublich. In dieser Stadt muss man sich eigentlich immer nach hinten lehnen um den Himmel zu sehen, es gibt so viele Hochhäuser und ich meine wirkliche Hochhäuser…

Ein Sonnenuntergang und die erstaunliche Lichterkulisse New Yorks bei Nacht (es werden sogar Straßenschilder beleuchtet) verlängerten den Aufenthalt auf dem Rockefeller um ein zwei Stunden. Man bemerke am frühen Morgen waren wir noch in Frankfurt a. Main und es braucht wahrscheinlich echt noch ein bisschen Zeit bis ich realisiere, dass ich jetzt wirklich hier bin und mein Amerikaabenteuer begonnen hat.

Am Mittwoch wurde die ganze Sache schon offizieller, es ging zum German House. Themen wie Social Security Number, Autokauf, Versicherungen und Jobtraining begleiteten uns den ganzen Tag. Am Abend lies uns eine Doppeldeckerbustour ein bisschen in das Feeling des Big Apple eintauchen.

Am nächsten Morgen hatten wir die Möglichkeit im German House zu frühstücken mit einem super Blick über den East Side River bis hin nach Brooklyn.

Nach dem offiziellen Kram hieß es auf zur Staten Island Ferry an der Freiheitstaue vorbei. Staten Island ist ein Stadtteil New Yorks, der mit ner kostenlosen Fähre zu erreichen ist und die gut als Alternative zu den Touristenbooten genutzt werden kann. Weiter zum Finacial District, kurz mal dem Stier in die “Augen” geschaut, an der Börse vorbei….

Am Ground Zero angelangt, lag schon ein gewisse bedrückende Stimmung in der Luft, vorbei an der populären Feuerwache und der kleinen Kirche, in welche sich damals viele Leute gerettet hatten, haben wir uns entschieden doch richtig zum Memorial reinzugehen. Drinnen 2 große Wasserbecken und viele viele Bäume. In den Becken befinden sich die größten von Menschen geschaffenen Wasserfälle Nordamerikas.  Ja schon komisch da zu stehen, aber das ganze ist auch immer noch ein großes Bauprojekt, auch der nebenstehende Freedomtower ist noch lang nicht fertig, er wird das höchste Gebäude der USA werden.

Den Abend haben wir mal wieder “on the rock” verbracht, allerdings nun wirklich auf einem riesigen warmen Fels im Central Park und da konnten wir zum ersten Mal realisieren, dass wir wirklich in New York sind.

Nun hieß es auf zum Platzierungsort, nur noch 18 Stunden Zugfahrt lagen zwischen mir und meiner neuen Heimat Mount Prospect, einem Vorort Chicagos.