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Herbst – Winter in den USA

13 Jan

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Endlich ein Neues Update! Erst mal ein frohes Neues!!!!

September:

Die Sandwich-fair, eine Landwirtschaftsausstellung, war recht laut und wild. Ich für meinen Teil würde sie als kleine grüne Woche von Berlin bezeichnen.  Traktorrennen, Prämierungen für das schönste Gemüse, Schwein oder Schaf, Ausstellung von historische Landmaschinen und Traktoren und verschiedenen Tieren – für viele Stadtmenschen offenbar eine Sensation. Mein absoluter Favorit war das Traktorrenrennen, Aufgemotzte Traktoren mit übelst viel PS, welche sicherlich keine Umweltplakette erhalten werden, mussten einen LKW mit Gewicht entsprechend weit ziehen. Dieses Rennen hat auch gezeigt, dass Ethanol nicht gerade das Wahre ist – leicht entzündlich…! Musikalisch wurde unser Tag dann mit Country-Musik abgeschlossen.


Eine Woche drauf ging es dann mit Manuel und unseren Mädels Josi, Claudi, und Caro aufs „Riot Festival“. Wir waren mit vollem Elan dabei. Musikalisch war schon einiges geboten: Dropkick Murphys, Frank Turner, NOFX oder Elvis Costello. Es war einfach genial und das Wetter war der Hammer – blauer Himmel und Sonnenschein inkl. Sonnenbrand. Über die Bierpreise mag sich vielleicht manch einer beklagen, aber man zahlt ja auch auf der Münchner Wiesn ein Vermögen für eine Maß… wieso also nicht auch auf dem Riot Festival?!

Neben Spaß und Vergnügen muss natürlich auch hart gearbeitet werden wie z. B. College oder Blumen gießen. Das College spannt einen schon gut ein – Hausaufgaben, Examen Quiz, Versuche etc. Aber der Erfolg kann sich sehen lassen! Ausschließlich Einsen und Zweien, also besser als in Deutschland und sogar besser als mancher „Native“. Die Mühe hat sich also gelohnt. Unsere Versuche bzw. Exkursionen in die Natur, im Wissenschaftskurs, sind immer ganz interessant. Sei es Wasserproben nehmen, Witterungsbedingungen der verschiedenen Landschaften bestimmen und das dann alles schriftlich festhalten, lateinische Begriffe lernen oder die eurasischen Feinde in der Landschaft benennen. In international Business heißt es dafür Unternehmensvideos anschauen, Vergleiche dazu ziehen und Präsentationen gestalten – die Präsentation über diverse Fakten und Tatsachen zu Deutschland habe ich schon hinter mir. Der nächste Streich heißt „Volkswagen“…

Oktober:

Mittlerweile bin ich auch Besitzer eines amerikanischen Führerscheins – nach langem hin und her hat es dann doch geklappt. Zuerst Brief vom deutschen Konsulat ordern, dann zur Behörde die den Führerschein ausstellt. Woher soll man bitte als Deutscher wissen wie groß man in Fuß und Inches ist…?! Ich glaube ich habe mich kleiner gemacht als ich bin. Falls mich jemand drauf anspricht – ich bin halt rapide gewachsen.

Nach wie vor gehe ich mit meinem Host auf verschiedene Konzerte – leider ist die „For Free“ Saison vorbei. Ich bin schon mal gespannt, wann das nächste Konzert ansteht… Ich denke und hoffe das es kein Open-Air sein wird, denn mittlerweile ist es schon recht schattig und kalt draußen. Der Indian Summer zieht mit seinen unbeschreiblichen Farben ins Land. Hoffe doch sehr, dass der noch etwas anhält und nicht von heute auf morgen vorbei ist. Bei einem Wochenendausflug nach Michigan hat sich der Indian Summer von einer viel schöneren Seite gezeigt als in Illinois.

November:

Romney oder Obama hieß es dann bei der Präsidentenwahl. Der Wahlkampf war hier zwar nicht Thema Nummer eins, allerdings hat man sehr schnell herausfinden können wer Demokrat und wer Republikaner ist. Auch wenn mein Host eine andere politische Meinung hat als ich, können wir über dieses Thema gemeinsam sehr schmunzeln und den Humor dabei nicht verlieren. So kommt es immer wieder mal vor, dass der eine oder andere witzige Seitenhieb am Küchentisch gewechselt wird. In den Wochen vor der Wahl hat man nicht so wirklich gemerkt, dass Wahlen bevorstehen. Allerdings hat sich dies kurz vor der Wahl schlagartig geändert. Die Fahrzeuge waren mit Aufklebern ihrer Favoriten beklebt und die Schilder in den Vorgärten zeigten einem sofort die favorisierte Person/Partei der Eigentümer.

Natürlich darf auch nicht das Traditionelle bei so einem Austausch fehlen. „Trick or Treat“ (Süßes – sonst gibt’s Saures) hieß es an Halloween und es war meine Aufgabe die an der Türe klingelnden Kinder mit Süßigkeiten zu beglücken, andernfalls hätte mein Host sich um das Äußere der Hausfassade sorgen müssen – aber „ The German“ hat seinen Job gut gemacht. :-) Eine befreundete Familie die in einem anderen Vorort von Chicago wohnt, erzählte mir, dass dort über 1.000 Kinder von Haus zu Haus ziehen und „Trick or Treat“ fragen und alle etwas Süßes bekommen.

Weihnachtsbeleuchtung?!? Oh ja, hier geht es bunt zu. Günstige Energiepreise in den USA führen dazu, dass der eine oder andere Garten hell erleuchtet ist. Ich schreibe dazu jetzt nicht all zu viel, ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte:

 

Wieder mal stand ein Wochenendtrip nach Michigan an. Holland, eine kleine Stadt am Ufer des Lake Michigan, hat zwar nicht allzu viel zu bieten, aber es ist eine Stadt mit Charme. Kleine Geschäfte und Cafés, leckere Restaurants und europäischer Flair machen es Besuchern einfach, sich sofort wohlzufühlen. Auf Empfehlung meines Environmental Science Lehrers machten wir noch einen Abstecher in den Warren Dunes State Park, ein Landschaftsschutzgebiet direkt am Lake Michigan mit imposanten Dünen. Der ganze Sand erinnert an einen Strand irgendwo auf einer Insel, aber es ist mitten in den USA und weit und breit kein Salzwasser zu sehen. Von den Dünen hat man einen einzigartigen Blick auf den Lake Michigan, den Strand und die Umgebung. Wer in die Gegend von Südwest-Michigan kommt, sollte die Gelegenheit wahr nehmen und die Dünen besuchen!

Thanksgiving wurde groß zelebriert. Nachdem ich bei der Thanksgiving Parade in Downtown bei einem Orchester mitgespielt habe, gab es am Abend Truthahn, Süßkartoffeln, Nudeln, Kartoffelbrei, Gemüse, Cranberry Sauce und vieles mehr. Die leckeren Desserts wie Kürbiskuchen und Brownies durften natürlich nicht fehlen (ich für meinen Teil konnte leider keine Nachspeise mehr essen, da der Truthahn einfach zu köstlich war!!!!). Die Energie von gefühlten 3000 Kalorien benötigte ich dann am nächsten Tag für den Black Friday. Ähnlich wie bei uns der ehemalige Sommer- und Winterschlussverkauf gibt es nur an diesem Tag unvorstellbare Rabatte auf Produkte im Einzelhandel. So machen sich einige Amerikaner schon um Mitternacht oder früher auf den Weg um rechtzeitig an den Geschäften zu sein. Die „Rabattschlacht“ geht somit mitten in der Nacht los, wir sind aber erst im laufe des Vormittages losgefahren um noch ein paar Preisknüller zu ergattern.

Dezember:

Nachdem ich bereits die eine oder andere Absage auf meine Bewerbungen erhalten habe, hat es letztendlich doch geklappt. Eine kleine Firma, nur 7 Minuten zu Fuß entfernt, will mich. Das Kerngeschäft meines neuen Arbeitgebers ist die Vermarktung von Werbeanzeigen auf verschiedenen Internetsuchmaschinen. Meine Aufgaben Umfassen Buchhaltung, administrative Tätigkeiten, Statistiken und Marketing. Im Prinzip genau das was ich in Deutschland gelernt habe. Eigentlich hätte ich schon direkt am darauf folgenden Tag anfangen können, allerdings war dies während meiner Zeit der Final Exams und somit war mein erster Arbeitstag nach meinen Prüfungen. Wie fühlt man sich, wenn man einen Arbeitsplatz in einem fremden Land und fremder Sprache hat? Erleichtert und zugleich nervös. Das mit der Nervosität hat sich allerdings schnell gelegt, ich habe sehr nette Kollegen und die Aufgaben sind jetzt auch nicht wirklich fremd für mich.
Am 21.12.2012 wurde selbstverständlich eine Weltuntergangsparty gefeiert. Mein Host-Dad hat mehr als 100 Gäste geladen um mit Ihnen den Weltuntergang zu Feiern. Ihr werdet Euch sicherlich fragen, wie man so viele Gäste versorgen kann. Ganz einfach, jeder bringt etwas mit und dann läuft die Sache. Mein Host-Dad hat dazu noch 6 deep fried turkeys gebraten welche einfach nur köstlich waren! Es war rundherum ein echt gelungener Abend mit Freunden und einer ganzen Menge Spaß und der einen oder anderen Überraschung. Thank you Jim for the great party!

Das amerikanische Weihnachten läuft, wie vieles hier, komplett anders ab als Zu Hause. Aber um viel und gutes Essen dreht es sich hier auch! Am 24.12.2012 waren wir zum Essen bei Jims Bruder eingeladen und haben dort einen gemütlichen Abend verbracht, bis wir in die Kirche gegangen sind. Wie Zu Hause, ist die Kirche an Weihnachten auch voller als sonst. Der Gottesdienst war anders als ich Ihn bisher aus Deutschland gewohnt war. Es war schön, einmal andere Weihnachtslieder zu singen oder einfach nur dem Chor oder dem Ensemble zuzuhören. Wieder zurück bei meiner Hostfamilie hieß es dann – nein nicht Bescherung – sondern: Gute Nacht! Ein paar Stunden länger auf Geschenke warten…. *grummel* ;-) Aber am nächsten Morgen war es dann soweit: Santa (oder vielleicht doch das Christkind) hat Geschenke gebracht und unsere Strümpfe am Kamin waren mit Süßigkeiten gefüllt. Jeder von uns war gespannt, was es an Geschenken gibt. Anfangs hat zuerst einer nach dem anderen ein Geschenk ausgepackt, bis schließlich kreuz und quer und gleichzeitig die Geschenke vom Geschenkpapier befreit wurden. Nach der Bescherung hieß es dann, Schlafanzug aus und warme Kleidung an. Wir fuhren zum Mittagessen zu Verwandten aufs Land. 3x dürft Ihr Raten was es zum Essen gab… richtig Truthahn! Wie immer sehr lecker! Die Farm lag inmitten von riesigen Äckern. Der Nachbarfarm lag zwar in Sichtweite, allerdings sind es zu Fuß sicherlich 10 Minuten querfeldein dorthin.

Am 26.12 wollten wir eigentlich nach Florida fahren, allerdings hat sich die Abfahrt wetterbedingt auf den 27. verschoben. Nach einer ca. 20 Stunden langen Autofahrt, 6 Staaten und wenigen Pausen sind wir dann in Florida angekommen. Florida “the sunshine State” erwartete uns bei der Ankunft doch mit etwas kalten Temperaturen. Doch am nächsten Tag hatten wir Sonne und Poolwetter.
Wir besuchten das Kennedy Space Center, welches ein beeindruckend großes Gebiet umfasst. Nachdem wir den Nachmittag dort verbracht hatten, fuhren wir zum Weltgrößten Hard Rock Café in Orlando zum Essen. Den darauffolgenden Silvestertag verbrachten wir in den Universal Studios bei Harry Potter, Jurassic Park, MIB, Simpsons, Shrek etc. Die Achterbahnen und Attraktionen waren entsprechend auf die Filme ausgelegt und man tauchte in die einzelnen Rollen der Filme ein. Um 00:00 Uhr erwartete uns dann eine grandiose Lichtershow mit Feuerwerk, mit der das neue Jahr begrüßt wurde. Allerdings war unmittelbar nach dem Feuerwerk für alle großer Aufbruch! Für mich völlig fremd – tote Hose an Silvester, aus die Maus, keine Party? Schade, so sind wir halt wieder ins Hard Rock Cafe gegangen und haben dort aufs neue Jahr angestoßen.

 

Bevor wir dann am 2.1. die Rückreise angetreten haben, besuchten wir noch Bekannte meiner Hostfamily in St. Petersburg am Golf von Mexiko. Den ersten Tag haben wir gemeinsam am Strand verbracht, allerdings war das Wasser viel zu kalt zum Schwimmen, so sind wir einfach kurzer Hand in den Pool eines Hotels am Strand gesprungen und haben bei einem fantastischen Sonnenuntergang unsere Cocktails genossen.

Wie die Hinfahrt nach Florida, war auch die Rückfahrt lang und anstrengend. Der Gedanke, dass wir von 28° C wieder zurück in Minustemperaturen fuhren, machte die Reise auch nicht wirklich angenehmer. Trotz allem war Florida über Neujahr eine super tolle Erfahrung, die man unbedingt mal machen sollte.

Das wäre es mal in Kürze von mir. Ich hoffe dass ich Euch nicht so lange auf das nächste Update warten lassen muss.

Viele Grüße aus der frostigen windy City.

 

 
 

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